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Züchterabend
Züchterabend 2017: "Zucht und Sport" bei Dirk Ahlmann
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 03. März 2017 um 22:42 Uhr

 

Unter dem Motto "Zucht und Sport" fand am 1. März ein Züchterabend auf der Anlage von Diraltk Ahlmann in Reher statt. Veranstaltet wurde er vom Hannoveraner Pferdezuchtverein in Schleswig-Holstein. Ca. 50 interessierte Züchter waren der Einladung gefolgt.
"Gibt es einen Widerspruch zwischen Rittigkeit und Leistung?" war das Thema des Abends. Es wurde sowohl aus züchterischer wie aus reiterlicher Perspektive beleuchtet. Hierzu gab es Vorträge von Ulrich Hahne, stellvertretender Zuchtleiter und Stutbuchführer des Hannoveraner-Verbandes, und von dem internationalen Turnierreiter, Hengsthalter und Ausbilder Dirk Ahlmann. Anschließend wurde das Gesagte anhand von Fallbeispielen durch Vorreiten sehr verschiedener Pferde demonstriert und von Dirk Ahlmann fachkundig kommentiert. Hierbei wurden nicht nur Springpferde gezeigt (von Diarado-Levisto, Quantum-Cor de la Bryere und Clinton Ialt) sondern im Vergleich zu diesen auch ein hochwertiges Dressurpferd, eine bereits turniererfolgreiche und in ihrer Zuchtstutenprüfung hochbewertete Alabaster-Stute, vorgestellt von Leonie Schulz. Zusätzlich wurden per Video aufgezeichnete Ritte von Ahlmanns Hengsten kritisch analysiert.
Hahne stellte aus den vergangen 30 Jahren bei den renommiertesten Jahrgangsvertretern die Rittigkeitsbewertungen aus der HLP den späteren Plätzen in der Vererberrangliste der WBFSH bzw. den Spring- und Dressurindizes in den Zuchtwertschätzungen gegenüber. Hierbei gab es erwartungsgemaltäß Unterschiede zwischen Spring- und Dressurpferden. Während bei den Dressurpferden die Korrelation anhaltend relativ hoch war, zeigte sich bei den Springpferden der jüngeren Zeit eine zunehmende Abweichungstendenz.
Eine Erklärungsmöglichkeit ist z. B. der bei den Dressurpferden gezielt stärker herbeigeführte Rittigkeitsfortschritt. Eine weitere Ursache könnte die vermehrte Verwendung von leistungsstarkem, aber weniger rittigem Fremdblut in der Springpferdezucht sein.
Bei den praktischen Demonstrationen ergab sich, dass eine einheitliche Rittigkeitsbewertung für Dressur- und Springpferde problematisch ist wegen der erheblich voneinander abweichenden späteren Anforderungen. Z. B. gerade die sporterfolgreiche Quantum-Stute zeigte sich besonders wendig und gut regulierbar vor den Sprüngen, obwohl sie sonst nicht die Kriterien einer guten Rittigkeitsbewertung erfüllte.
Ahlmann betonte, dass entgegen dieser Notentendenz sich auch bei den Springpferden die relevanten Reiteigenschaften in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert hätten.
Die Vorträge fanden im Hengststall in zünftiger Atmosphäre statt. Clinton I, Cascadello I, Cannavaru, Lavagon und Calmando schauten zu und verbreiteten eine angenehme Wärme beim anschließenden Klönschnack. Die Besucher brauchten ihre Anreise nicht zu bereuen.

Rudolf Drünert

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 03. März 2017 um 22:50 Uhr
 




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